UP (Hip Hop | Reggae | Drum’n’Bass)
Fridayclub Allstars feat.
Stars for Soul
Hottafire
Break The Surface
Rolling Sounds
Breakbeat Journeys
Do Something Illegal
DOWN (Breakbeat | TechFunk | Mash Up)
I.D. (Fat! | Hardcore Beats || Manchester)
Lee Bass (Basstard Rec. || Düsseldorf)
Sencha & Peak Phine (Black Belt Boogie)
Fridayclub Allstars
Ganz klar, dass zur besinnlichen Zeit auch noch einmal ein „Familientreffen“ der Fridayclub Allstars Pflicht ist! Denn was gibt es Schöneres, als ein Abend mit allen Crews, die sich Woche für Woche um einen tollen Start ins Distillery-Wochenende bemühen. Zumal das natürlich auch bestens dem Credo der monatlichen „Bass Plus“-Veranstaltungsreihe von Black Belt Boogie entspricht, wenn ein Abend musikalisch offen gestaltet ist, und somit für einige Überraschungen gesorgt werden kann! Spass steht an ganz oberster Stelle, und das wird man bei dieser vorweihnachtlichen Session mit Sicherheit spüren können. Zum Herumspringen und glücklich sein lädt auf dem oberen Floor daher bester Sound Eurer Lieblings-DJs von Hip Hop und Reggae bis Drum’n’Bass ein. Dabei sein? Aber auf jeden Fall!
I.D.
Und im Keller macht es sich gleichzeitig Black Belt Boogie gemütlich, denn sie haben für diesen Abend natürlich noch einen weiteren trifftigen Grund, um unbedingt in der Distille vorbeischauen zu müssen. Aus Manchester kommend wird nämlich I.D. die unlängst frisch verputzten Gemäuer einem „Bröckeltest“ unterziehen. Zusammen mit Baobinga hat er soeben das Album für das gemeinsame „Big Monster“-Projekt fertig gestellt, und noch bevor die eigentliche Tour dafür beginnt, beehrt er schon mal unsere Messestadt für eine ausgelassene Pre-Listening-Session. Wer die zahlreichen Remixe und auch die Veröffentlichungen auf dem renommierten Breakbeat-Label „Fat!“ kennt, hat zu I.D. eigentlich keine Fragen mehr. Denn ebenso wie sein alter Buddy Baobinga versteht er es perfekt, diese aufregende Kombination aus Breaks, TechFunk und Mash Up in einem furiosen DJ-Set zu verpacken. Nicht umsonst wurde in diesem Jahr auch auf dem Glade-Festival in UK die Tanzfläche fein säuberlich zerlegt.
Lee Bass
Mit Lee Bass findet ein weiterer Künstler den Weg in die Distillery, der die Breaks-Szene maßgeblich mitprägt. Immerhin ist er schon eine Weile als DJ aktiv, und seit geraumer Zeit mit seinem Label „Basstard Records“ in aller Munde, wo er knallende Tunes deutscher und internationaler Artists veröffentlicht. Und auch selbst produziert er fleissig, und hatte bereits mit dem Live-Projekt „Punchline Assassins“ die Clubs unsicher gemacht. Apropos, er war mit seinen DJ-Künsten bisher nicht etwa nur in seiner Ruhrpott-Heimat zu erleben, sondern hat Gigs in ganz Deutschland auf der Habenseite, inklusive Festival-Auftritten bei Nature One und SMS. Ganz zu schweigen von seinem Set beim letztjährigen Breaks-Meeting in der Distille, welches einen bleibenden Eindruck bei den Gästen hinterließ. Ready for some BASS?
Was an diesem Abend auf keinen Fall fehlen darf, sind natürlich die „Bass Plus“-Macher selbst, und so gibt es von Peak Phine und Sencha die monatliche Dosis Partylaune nach dem Prinzip „anything can happen“. Wie bereits erwähnt- Hauptsache, es macht Spass!
UP (Hip Hop | Grime | Dubstep)
(All About Dubstep ||
(Viper Jive | Lot49 | Streetwise ||
(Carepack | Fat! | Mofo Rec. ||
Mighty Fruitz (Carepack Records |
Radek & The Crash House Brothers (Carepack Records |
Sencha & Peak Phine (Black Belt Boogie)
Höchst international wird es auch bei der kommenden Bass Plus-Ausgabe im November, denn nicht nur die skandinavische „Queen of Bass“ DJ Gena wird eines ihrer furiosen Sets abliefern. Mit Himuro Yoshiteru und 3000ndl werden auch zwei Japaner der Distillery einen Besuch abstatten, die in ihren Live-Shows pure elektronische Vielfalt von Hip Hop bis Breakbeat liefern. Und auch im Keller wird nicht an Bass gespart, wo mit Carepack Records eines der bekanntesten deutschen Breaks-Imprints einen Zwischenstopp für eine exklusive Labelnacht einlegt.
2004 erschien seine erste CD „Clear without Items“ auf Couchblip und sein neues Werk „Welcome myself“ erscheint dieser Tage. Auch darauf sind seine musikalischen Einflüsse aus 80er Gamesounds und Hip Hop bis hin zu Acid-Techno und Jungle bestens zu hören. Zusammen mit seinem Kollegen 3000ndl, der auf seinem eigenen Imprint „Morec.“ Aktiv ist, wird er das internationale Programm an diesem Abend mit fettem Elektroniksound aus Japan komplettieren.
Mit dabei auch die zwei wichtigsten deutschen Producer in diesem Bereich. Circuit Breaker schliesst sich praktisch schon seit Jahren im Studio ein, und war auch für Tunes von Künstlern wie Miss Yetti, Emerson und Tanith maßgeblich mitverantwortlich. Sein eigenes Viper Jive-label läuft bestens, und er hat eine Flut an Veröffentlichungen auf internationalen Imprints wie Streetwise, Lot 49 und Tagsta unterbringen können- ganz zu schweigen von seiner Zeit beim damaligen Kultlabel Timing Records.
B-Phreak sorgt von Mainz aus für volle Tanzflächen mit seinen Produktionen, und ist ebenfalls seit frühesten Tagen im Musikgeschehen dabei. Auch bei ihm findet man Tunes auf verschiedensten Labels wie Fat!, BoomBox, Mofo, Splank! und Genepoole. Dabei präsentiert er seinen ganz eigenen Stil zwischen Breaks, Hip Hop und House.
up: Hip Hop, Grime, Baile Funk:
JAHCOOZI – LIVE (WMF, BPitch, Playhouse, Berlin)
Mr. T-ROX (Rhythm Club, Sooshee, Leipzig)
BOND & SPLENDOR (Sunsetsoul, Leipzig)
down: Breakbeat:
PJ & SMILEY A.K.A. SHUT UP AND DANCE (The Great British Public, London)
PEAK PHINE ( Blackred, Black Red Boogie)
SENCHA (nuschoolbreaks.net, Black Belt Boogie)
Jahcoozi
Endlich wieder eine Ankündigung, bei der man so trashig-clashige Begriffe heranziehen kann, wie dieses Stylegemenge eben auch klingt: Raggapunk, Hardcore-RnB oder wie wäre es mit SexyGrime? Was auch immer, Jahcoozi rocken, und das mittlerweile um die ganze Welt. Immerhin war 2006 bereits komplett ausgebucht für die Truppe, welche aus der Frontfrau Sasha Perera, einer gebürtigen Londonerin mit Wurzeln in Sri Lanka, dem Ur-Berliner und Studionerd Robot Koch, sowie dem aus Israel stammenden Oren Gerlitz besteht.
Nicht umsonst trägt Sasha neben ihren ohnehin schon freaky Outfits gern auch mal einen Sturzhelm beim Konzert- da werden eben keine Gefangenen gemacht. Währenddessen schraubt Robot an den Beats und Oren bringt mit Gitarre und Bass noch extra Live-Feeling in jede Session, so dass unterm Strich auch in der Distillery mit einer Hammer-Performance gerechnet werden darf!
Mit ihrem Album-Erstling „Pure Breed Mongrel“ auf Kitty-Yo kam die Welle ordentlich ins Rollen, und der Nachfolger „Blitz’n’Ass“ steht schon direkt in den Startlöchern und knüpft genau dort an, wo die Drei unter frenetischem Beifall der weltweiten Presse aufgehört haben. Ganz klar, dass wir davon eine Menge zu hören bekommen werden!
www.jahcoozi.com
www.myspace.com/jahcoozi
www.sooshee.de
www.mr-t-rox.de
www.sunsetsoul.de
Shut Up And Dance
Es ist vollbracht! Das neue Shut Up & Dance-Album steht ab dem 07. Oktober in den Läden, und dazu gibt es natürlich auch eine anständige Tour. Wer sich also fragt, warum diese Jungs immer öfter bei uns vorbeischeuen, hat hier nun den ultimativen Grund. Ganz abgesehen davon, dass solch eine Frage nur aufkommen kann, wenn man bei den letzten beiden Distille-Gigs gefehlt haben sollte, denn PJ und Smiley setzten die Tanzflächen weltweit in Brand, wie kaum andere Acts!
Weiteren Gründen, an diesem Abend vorbei zu schauen, bedarf es eigentlich nicht, aber gern reissen wir nochmals kurz die Geschichte dieser Legenden in Sachen Dancemusic für euch ab: Breakbeat, Rave, Drum’n’Bass? Ohne Shut Up And Dance sicher nicht das, was es heute ist. Sie gelten nicht umsonst als Pioniere der Szene, und formten diesen Sound bereits Ende der Achtziger in Londoner Soundsystems. Hymnen dieser Dekade, wie z.B. „The Green Man“ oder „Raving I’m Raving“, kann wohl mittlerweile Jeder mitsingen bzw. –summen. Auf ihren Labels brachten sie in den Neunzigern von Drum’n’Bass bis Garage alles unter, und schufen damit auch ein Sprungbrett für heutige Szenegrößen wie DJ Hype, die Ragga Twins oder Nicolette.
Nun darf man sich auf den Longplayer „Great British Public“ freuen, den sie nach langer Arbeit endlich fertig gestellt haben. Bei den beiden Leipzig-Gigs schon mehrfach abgefeiert, sollte das Album ein würdiger Nachfolger zum vor drei Jahren erschienenen „Reclaim the streets“-Album werden, welches schon Begeisterung ohne Ende entfachen konnte.
Daher machen wir es wie gehabt- Sencha und Peak Phine als „Bass Plus“-Missionare und lokaler Breaks-Support, der so manche Party mächtig ausarten lässt, und Shut Up And Dance mit PJ am Mic und Smiley an den Decks- was für ein Package!
www.shutupanddance.co.uk
www.myspace.com/shutupanddancetunes
www.blackbeltboogie.com
www.nuskoolbreaks.net
SCHOWI (Massive Töne, Stuttgart)
SENCHA (Black Belt Boogie, Leipzig)
PEAK PHINE (Blackred, Leipzig)
u.a.
up: Hip Hop, Rap, Turntablism
Kutmasta Kurt (Treshold Recordings | Santa Monica | USA)
Motion Man (Treshold Recordings | Hayward)
DJ Aspect (ITF | Scrape Tacticians | München)
DJ Beatwars (Cutcannibalz | esoulate | Hannover)
down: Breakbeat, Grime, Mash Up
Sick Girls (Revolution No. 5 | Berlin)
Sencha & Peak Phine (Black Belt Boogie)
Welcome back – Der Fridayclub feiert sein Reopening und den berühmt-berüchtigten Clubumbau nach der Sommerpause mit einem Lineup, dass sich sehen lassen kann! Und ihr seid herzlich eingeladen, es mit uns so richtig krachen zu lassen.
Alle HipHop-Fanatiker, Rap-Fans, Breakbeat-Freaks, Grime-Heads und LiveShow-Freunde aufgepasst: Sammelt eure Kräfte, schlüpft in die Ausgehuniform und schnürt die Schuhe richtig zu- denn mit Kutmasta Kurt featuring Motion Man und den Sick Girls wollen wir mit euch gebührend auf die neue Saison anstoßen.
Er ist einer der meistunterschätzten Produzenten und DJs des Westcoast-Undergrounds und mit keinem Geringerem als "The Voice of DJ Vadim’s Terrorist" auf Europatour. Seit Mitte der 80er steht Kutmasta Kurt nun schon hinter den Decks, und ist für so einiges verantwortlich, was uns seit dieser Zeit um die Ohren schwirrt. Besonders hervorgehoben sei hier die enge und intensive Zusammenarbeit mit seiner besseren Hälfte Kool Keith. Etliche Tracks auf dessen legendärem Dr. Octagon-Album stammen von ihm und auch alle weiteren Produktionen (Dr.Doom, Black Elvis, 1999’s First Come oder First Served) gehen auf sein Konto. Aber auch Andere profitierten von seinem DJ- und Producer-Können. Unter Anderem gehören die Beastie Boys, Planat Asia, Rasco, Dilated Peoples, Souls of Mischief, Hieroglyphics oder Blackalicious zu seinen Kunden und verdanken ihren Erfolg dem Know-How des „Master of Mixing“. Als ob das nicht genug wäre, formte er obendrein noch sein eigenes Label namens Threshold Records, und begann die Zusammenarbeit mit Motion Man. Und genau Diesen hat er auch heute mit dabei.
Seit mehr als 15 Jahren ertönt seine markante Stimme auf etlichen Releases – von Kool Keith bis zu Busta Rhymes. Aber sein wohl bekanntester Song und zugleich internationaler Durchbruch war "The Terrorist", welcher unter der Federführung von DJ Vadim entstand.
Stellt euch ein auf irrwitzige, comicaffine Reime und eine Show, die ihres Gleichen sucht, denn seine genial-sicken Lyrics und Rhymes lassen euch nicht nur das ein oder andere Schmunzeln über die Lippen gleiten, sondern ebenso die Nackenmuskeln ordentlich arbeiten.
Aber was wäre ein Reopening mit solchen Live-Gästen ohne einen standesgemäßen Support?! Keine Angst – dafür ist ebenfalls gesorgt. DJ Aspect, der European ITF-Team Champion 2005 und World ITF-Team Vize-Champion 2005, wird zusammen mit dem Cutcannibalisten DJ Beatwars die Nadeln und eure Sohlen zum Glühen bringen, und den Abend komplettieren.
www.threshrecs.com
www.myspace.com/kutmastakurt
www.myspace.com/motionman
www.cutcannibalz.com
www.scrape-tacticians.com
Wenn man die Tatsache betrachtet, dass die Sick Girls eigentlich nie wirklich beabsichtigten, die Wochenenden als DJs in den Clubs zu verbringen, haben sie dafür allerdings heutzutage eine Menge Einträge in ihrem Bookingkalender. Von San Francisco bis Berlin legt die „baddest two-chick hitsquad“ einen Partykeller nach dem anderen in Schutt und Asche. Wie sie das hinbekommen?! Ganz einfach- gute Musik, die nach vorn geht, wobei Genregrenzen einfach mal links liegen gelassen werden. Die Girls sind berüchtigt für ihre eklektisch-offensiven Sets, in denen Hip Hop ebenso Platz findet wie Grime, Dancehall, Baile Funk und Mash Up. Die Möglichkeiten sind vielfältig, das Resultat immer das Gleiche- nämlich ausrastende Partygäste, so weit das Auge reicht!
Seit 2004 machen Jay-Oh und A.D. nun schon hinter den Decks gemeinsame Sache, was anfänglich tatsächlich nur zum Spass auf den eigenen Veranstaltungen passierte, immerhin organisierten sie zuvor jahrelang für die bekanntesten Berliner Clubs – WMF und Tresor – regelmässig Parties. Auch beim diesjährigen Splash!-Festival verantworteten sie das Programm im „Intro“-Zelt, wo mit Künstlern wie Wiley, Puppetmastaz und Jahcoozi einmal mehr der treffsichere Geschmack der Sick Girls erkennbar wurde. In Berlin heisst ihr Regular mit wechselnden Locations „Revolution No. 5“, und auch hier darf man vom Programm her nichts Anderes als innovative und verdammt interessante Acts aus der ganzen Welt erwarten. Von Princess Superstar zu den neuen Lieblings-DJs gekürt und von der ARD-Sendung „Polylux“ zum neuen NuRave-Trend befragt- die Girls sind alles, nur nicht unausgeschlafen!
Interessant auch, dass die Beiden back 2 back sowohl Platten auflegen, als auch mit dem Laptop arbeiten, so dass auch technisch alle Grenzen offen sind. Um also mal wieder up to date mit dem heissen Scheiss der elektronischen Musikwelt zu sein, und überhaupt- um einfach mal wieder kompromisslos abflippen zu können, solltet ihr zum Fridayclub-Reopening zusammen mit uns und den Sick Girls die Arme hochreissen!
Als Support natürlich wie immer die Spezialisten für das gewisse „Plus“ an Bass, denn Sencha & Peak Phine sind für ebenso ausufernde Sets bekannt, bei denen man durchweg zu einer kickenden Mixtur aus Breaks, Beats, Bleeps und gern auch Raps ausrasten darf. Und viele Überraschungsmomente, Deja-vus in Form unglaublicher Mash Ups und schlussendlich ein breites Grinsen auf dem Gesicht sind dabei schon inklusive!
www.sickgirls.de
www.myspace.com/sickgirlsplayit
www.blackbeltboogie.com
up: House, Techno
VINCE WATSON – live (Bio, Planet E, Delsin | Glasgow)
DANIEL STEFANIK, STEFFEN BENNEMANN, CHRIS MANURA
down: Electro, Acid, Breaks
DMX KREW (Rephlex, Breakin | London)
CREDIT 00, PEAK PHINE, ANDREAS ECKHARDT, SNOUT
Genau zum Februar-Termin mit DJ-Legende ED2000 kam leider die Schliessung des Staubi-Kellers dazwischen. Selbstverständlich also, dass alles bei der ersten Gelegenheit nachgeholt wird- also auf in die nächste Runde!!!
ED2000 ist kürzlich ein halbes Jahrhundert alt geworden, und hat in dieser Zeit so Einiges bewegt. Angefangen in den 70ern in Londoner Clubs, verschlug ihn seine DJ-Laufbahn kurz vorm Mauerfall nach Berlin. Er legte so ziemlich auf jedem großen Festival und in jedem guten Club Deutschlands auf. Mit seiner Partnerin Vela betreibt er nicht nur das Label „Dangerous Drums“, wo bereits mehr als 70 Künstler veröffentlichten, sondern feierte auch mit seinem Geburtstag das 50. DD-Event in Berlin. Gemeinsam bereisen sie auch als DJs die Welt. Eine weitere große Liebe ist das Radio, und so hat er eigene Shows auf Twen FM (Berlin), iBreaks (London) und Samurai FM (Japan). Unbestritten guter Geschmack und erstklassige Sets sind hier eine Selbstverständlichkeit. Übermäßig also auch die Freude, ihn im Staubsauger zu Ostdeutschlands regelmäßigster Breaks-Party dabei zu haben, nachdem er hier zuletzt „The Prodigy“ in der Arena supportet hat!
Apropos, mit dabei auch die Black Belt Boogie-Haudegen SENCHA und REVEREND KANE, bei denen unkoordinierte Zuckungen auf dem Dancefloor auch nicht von ungefähr kommen!
Upstairs
Maga Bo – LIVE (Soot Records // Rio de Janeiro – Brasilien)
Full Contact (Rolling Sounds // Downtown Lyrics)
Kid Gringo feat. Mastah K(Rotzlöffels Reloaded)
VJ-Action: RES Crew (Weimar)
Downstairs
Baobinga (Fat! / Hardcore Beats // Manchester – UK)
Sencha & Peak Phine (Black Belt Boogie)
Zur kommenden BassPlus-Sause wird einmal mehr der Spass am (Friday-)Clubbing mit innovativen Sounds internationaler Künstler verbunden. Auf dem oberen Floor der Brasilianer Maga Bo mit seiner Live-Performance voll heisser Rhythmen, viel Bass und einer Fusion unterschiedlichster Soundquellen, die zusammen wohl das Tanzbarste hergibt, was „Weltmusik“ in elektronischer Form zu bieten hat. Dazu die lokalen Helden zu dieser Mischung, denn Full Contact, Mastah K und Kid Gringo stimmen das mit essenziellen Tunes von Hip Hop bis Reggae und Baile Funk ab, optisch unterstützt von der Weimarer VJ-Crew RES.
Im Keller hingegen optimale Besetzung mit Breaks-Topproduzent Baobinga, der mit seinem unverwechselbar-vielschichtigen Style Hüften wie auch Clubgemäuer zum Shaken bringen wird, so dass die Hände sicher im Sekundentakt Richtung Decke fliegen werden. Immerhin schätzen seine Produktionen nicht nur Topligisten wie die Freestylers, Plump DJs und Stanton Warriors- was letztlich auch Compilation-Beiträge wie auf „Fabric Live“ bestätigen. International auch als DJ gefragt, ist es schön, den vielbeschäftigten Weltenbummler nach über 2 Jahren wieder in der Messestadt empfangen zu können. Auch hier beste Unterstützung von den Black Belt Boogie-DJs Peak Phine und Sencha, die im Doppelpack sogar für noch mehr Unruhe auf der Tanzfläche sorgen, als sie es sonst solo ohnehin schon tun.
Maga Bo
Dass der musikalische Output in Brasilien momentan boomt, bestätigte nicht nur die letztjährige Popkomm, wo die vielschichtigen Sounds von neuen Keimlingen wie Baile Funk und Drum’n’Bass a la DJ Marky bis hin zu Samba und Bossa Nova besondere Beachtung fanden.
Maga Bo ist einer dieser Künstler, der mit seiner Suche nach neuen Sounds und Verschmelzungen die Flamme am Lodern hält. Ganz vorn ist er in seiner Heimatstadt Rio de Janeiro dabei, aus seinem Hang für breakbeatartige Konstruktionen in verschiedenster Form Styleclashs zu arrangieren. Das führt dazu, dass man durch eine Welt aus Batucada, Rai, Capoeira, und Bhangra geführt wird, die wiederum mit Beats und Bass ausgestattet ist, dass jede Box ehrfurchtsvoll zu Zittern beginnt. Also ein grenzüberschreitendes Gemenge an dreckigen Streetsounds, sowie Rhythmen und Melodien aus Brasilien, Marokko, Indien und anderen Teilen der Erde. Das Prinzip heisst hier: found, stolen & modified.
Und ja, tatsächlich bereist Maga Bo all diese Winkel des Globus selbst. All die Eindrücke, die er unterwegs sammelt, verbindet er auf der Tanzfläche zu einem weit umspannenden Geflecht pulsierender Beats und Musik voller unglaublicher Geschichten, in der sich die tanzende Menge wiederfindet.
Und die Reise führt nicht nur innerhalb eines seiner schweisstreibenden Sets weit, denn mit seinem portablen Laptop-Studio arbeitete und performte er bereits in Afrika, Asien, Nord- und Südamerika sowie auch in Europa. Dementsprechend versprengt ist auch die jeweilige Heimat seiner zahlreichen Kollaborationspartner, mit denen u.a. schon der ein oder andere knackige Hip Hop-Tune „international style“ erschienen ist.
Neben Labels wie WordSound und Tru Thoughts ist er vor allem für Soot Records aktiv, wo zuletzt auch sein Mixtape „Confusion of tongues“ erschien, bei dem er seine hohe Kunst der mutiert-bouncenden Rhythmen bestens zum Ausdruck bringen konnte. Remixes wurden u.a. schon mit Gishlain Poirier und Ex-Asia Dub Foundation-Meber Dr. DAS hin und her geschoben.
Die Live-Performances des 38-jährigen bestehen aus einer Mischung von klassischem DJing und Live PA. Die aufgetrieben Street-Mixtapes aus allen Teilen der Welt finden sich darin ebenso wieder, wie MP3s aus dem Web, Geheimtipps aus dem Underground-Vinylshop oder Original Beats, unreleaste Remixe, sowie exklusive Tracks.
Und auch, wenn es jetzt noch heisst, dass Maga Bo als Soundartist für Dokumentarfilme sein Unwesen treibt, könnt ihr euch bei einem sicher sein- im Club ist er weniger Naturbursche, als vielmehr die perfekte musikalische Zutat für eine richtig heisse Nacht.
Baobinga
Wie verflucht schnell die Zeit manchmal ins Land geht. Vor zweieinhalb Jahren droppte der damals noch relativ unbekannte Baobinga seinen ersten Deutschland-Gig in der Distillery- und das gleichzeitig zur ersten Black Belt Boogie-Party in diesen Gemäuern. Nun schaut er wieder vorbei, aber hat allein in diesem Jahr schon die halbe Welt bereist.
Er hat es innerhalb dieser Zeit einfach richtig wissen wollen, und sich an die Spitze der internationalen Breaks-Produzenten gearbeitet. Und wir wollen an der Stelle nicht etwa behaupten, wir hätten es gewusst. Vielmehr konnte man schon nach seinen ersten Veröffentlichungen davon überzeugt sein, dass es so kommen würde!
Schliesslich ist es nicht nur diese dreckige, ideenreiche Art zu produzieren und dabei unterschiedlichste Einflüsse in „Baobinga-Style“ auf den Punkt zu bringen. Denn schnell besticht er auch durch seine ganz eigene Art als symphatischer Rudeboy mit speziellem Humor. Das sieht man, das hört man.
Heutzutage hat er eine raue Menge an Tracks und Remixen auf unterschiedlichsten Labels vorzuweisen. Und das Beste daran- es klingt immer anders, und doch ist es soundtechnisch aus einem Guss. Egal ob solo oder mit seinem Kumpel aus alten Manchester-Tagen namens ID, oder als „Body Snatchers“ zusammen mit dem Bristoler Produzenten 30hz. Mal hijackende Bassline-Breaks, mal pumpende Breakstep-Sounds als Pablo Beatz, oder konträr dazu Tracks mit hervorstechendem Techno/House-Einschlag, die aber in ihrer Durchschlagskraft jeden noch so abgedrehten Electrohouse-Tune mehr als alt aussehen lassen.
Als DJ mindestens genauso von der Crowd geliebt, jettet er mal eben nach Neuseeland und Australien, und nachdem er mal wieder für ein paar Club- und Festival-Gigs die königliche Insel heimsuchte, geht es gleich mit einer Südafrika-Tour und anschliessend in Hong Kong weiter rund. Das allerdings nicht ganz ohne Grund, ist er doch gebürtiger Südafrikaner und lebte eine zeitlang in China.
Damals noch an einem Distillery-Samstag mit Breaks und Techno bewaffnet, wird er mit Sicherheit auch im Rahmen des Fridayclub den ein oder anderen Überraschungsmoment durch die Boxen jagen, denn Langeweile ist wohl das Letzte, was bei diesem Typ aufkommt.
www.bassplus.de
www.distillery.de
Adresse der Location: Kurt-Eisner-Straße 108, 04275 Leipzig